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Schottland-Roadtrip: Isle of Skye & die North Coast 500 - Reiseblog

Schottland-Roadtrip: Isle of Skye & die North Coast 500 - Reiseblog

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Written by Travel Guide Team

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Last updated: 2026-12-31

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Schottland-Roadtrip: Isle of Skye & die North Coast 500 - Reiseblog

Schottland trifft einen archaischen Nerv. Es fühlt sich wild und ungezähmt an, durchdrungen von einer Geschichte, die ebenso blutig wie romantisch ist. Von den kopfsteingepflasterten, verwunschenen Straßen Edinburghs bis zu den einsamen, windgepeitschten Gipfeln der Isle of Skye ist es ein Land, das danach verlangt, auf der Straße erkundet zu werden.

Die North Coast 500 (NC500) wird oft stark als “Schottlands Route 66” vermarktet – eine 500 Meilen lange Rundstrecke um die Nordspitze der Highlands. Allerdings bedeutet nur die NC500 zu fahren, dass man die dramatischen Westküsteninseln verpasst.

Diese ultimative 10-Tage-Reiseroute kombiniert den gotischen Charme von Edinburgh, das cineastische Drama der Isle of Skye und die abgelegene, raue Schönheit der NC500. Packen Sie eine hochwertige Regenjacke ein, bereiten Sie sich darauf vor, den Nebel zu umarmen, und machen Sie sich bereit für die großartigste Fahrt Ihres Lebens.

Die Route

  • Tage 1-2: Edinburgh (Die Hauptstadt)
  • Tage 3-5: Isle of Skye (Die neblige Insel)
  • Tage 6-9: Die NC500-Schleife (Der wilde Norden)
  • Tag 10: Glasgow & Abreise

Tage 1-2: Edinburgh

Vibe: Düster, literarisch, geisterhaft und unglaublich steil. Edinburgh ist geteilt in zwei sehr unterschiedliche Bereiche: die chaotische, mittelalterliche Old Town (die aussieht, als wäre sie direkt einem Fantasyroman entsprungen) und die geordnete, neoklassizistische georgianische New Town.

Tag 1: Die Royal Mile

  • Vormittag: Edinburgh Castle. Es dominiert die Skyline. Sehen Sie die Kronjuwelen und den Stone of Destiny.
  • Mittagessen: Oink in der Victoria Street (die Inspiration für die Winkelgasse). Das beste Spanferkel-Sandwich im herrlichen Schottland.
  • Nachmittag: Die Royal Mile. Spazieren Sie hinunter zum Palace of Holyroodhouse (der offizielle Wohnsitz des Königs in Schottland). Erkunden Sie die “Closes” – die erschreckend engen, überdachten Gassen, die von der Hauptstraße abzweigen. Nehmen Sie an einer Untergrundtour durch Mary King’s Close teil, um zu sehen, wie Bewohner im 17. Jahrhundert die Pest überlebten.
  • Abend: Buchen Sie eine Geistertour, die Sie nachts auf den Greyfriars Kirkyard führt, oder gehen Sie einfach ins Grassmarket-Viertel für ein Bier in einem Pub, der älter ist als die Vereinigten Staaten.

Tag 2: Arthur’s Seat & die New Town

  • Wandern: Besteigen Sie Arthur’s Seat. Es ist ein weiterer erloschener Vulkan mitten im Stadtzentrum. Der Hauptweg dauert etwa 45 Minuten zum Gipfel und bietet einen unschlagbaren 360-Grad-Panoramablick über die Stadt und den Firth of Forth.
  • Nachmittag: Wechseln Sie in die New Town. Besuchen Sie die Scottish National Gallery (Eintritt frei) oder gehen Sie auf den Calton Hill für den klassischen Postkarten-Blick über die Stadt mit dem National Monument.
  • Abendessen: Reservieren Sie rechtzeitig im Dishoom am St. Andrew Square. Indisches Essen ist praktisch Schottlands zweite Nationalküche, und dieses Bombay-Café ist legendär.

Tage 3-5: Isle of Skye

Die Fahrt (Edinburgh nach Skye): Dies ist eine gewaltige 5- bis 6-stündige Fahrt, aber sie ist spektakulär. Sie fahren durch das unheimlich schöne Tal von Glencoe. Die Berge hier sind massiv, imposant und häufig in tiefhängende Wolken gehüllt. Halten Sie am Glenfinnan-Viadukt, um den “Hogwarts Express” (Jacobite Steam Train) über die ikonische gebogene Brücke fahren zu sehen (prüfen Sie den Tagesfahrplan).

Tag 3: Eilean Donan & Ankunft

  • Stopp: Eilean Donan Castle. Es liegt auf einer Insel, an der drei Lochs aufeinandertreffen. Es ist das meistfotografierte Schloss Schottlands.
  • Übernachtung: Portree. Die farbenfrohe Hauptstadt von Skye. Buchen Sie die Unterkunft 6 Monate im Voraus. Ernsthaft.

Tag 4: Der Trotternish Loop

Dies ist die Rundstrecke, die alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abdeckt.

  • Vormittag: The Old Man of Storr. Eine Wanderung hinauf zu gezackten Felspinnacles. Es sieht fast außerirdisch aus.
  • Mittagessen: Schnappen Sie sich einen Meat Pie aus einer lokalen Bäckerei.
  • Nachmittag: The Quiraing. Ein uralter Landrutsch mit dramatischen Klippen. Danach Kilt Rock (Wasserfall direkt ins Meer).
  • Abend: The Fairy Glen. Seltsame, kegelförmige grasbewachsene Hügel, die wie eine Hobbit-Landschaft aussehen.

Tag 5: Fairy Pools & Talisker

  • Wandern: Die Fairy Pools. Kristallklare, blaue Becken am Fuße der Black Cuillin Mountains. Wagen Sie den Sprung ins kalte Wasser, wenn Sie sich trauen.
  • Whisky: Besichtigen Sie die Talisker Distillery. Es ist die einzige auf Skye. Der Whisky ist rauchig und schmeckt nach Meer.

Tage 6-9: Die North Coast 500 (NC500)

Fahren Sie nach Norden Richtung Inverness, um die Schleife gegen den Uhrzeigersinn zu starten.

Tag 6: Inverness nach Ullapool

  • Fahrt: Dieser Abschnitt hat einige der besten Straßen. Halten Sie an der Corrieshalloch-Schlucht.
  • Abendessen: The Seafood Shack in Ullapool. Frisch gefangene Kaisergranate und Jakobsmuscheln, serviert aus einem Verkaufswagen.

Tag 7: Der Drumbeg Loop & Strände

  • Fahrt: Die B869 “Drumbeg Loop”. Eine hauchdünne, einspurige Straße mit unübersichtlichen Kuppen. Nichts für schwache Nerven.
  • Strand: Achmelvich Beach. Weißer Sand und strahlend türkisfarbenes Wasser. Es sieht tatsächlich aus wie die Karibik – bis man das Wasser berührt und feststellt, dass es eisige 12°C hat.
  • Übernachtung: In der Nähe des Dorfes Lochinver, berühmt für den Lochinver Larder Pie Shop.

Tag 8: Smoo Cave & John O’Groats

  • Höhle: Smoo Cave. Eine riesige Meereshöhle mit einem Wasserfall im Inneren.
  • Landmarke: John O’Groats. Der nördlichste Punkt des britischen Festlands. Machen Sie ein Foto mit dem berühmten Wegweiser.

Tag 9: Dunrobin Castle & weiter nach Süden

  • Schloss: Dunrobin Castle. Es sieht aus wie ein französisches Château. Beobachten Sie die Falknerei-Vorführung in den Gärten.
  • Fahrt: Machen Sie sich auf den Weg zurück Richtung Süden über die A9 Richtung Glasgow.

Tag 10: Glasgow

Vibe: Wenn Edinburgh Geschichte ist, dann ist Glasgow die Gegenwart. Es hat eine raue, industrielle Vergangenheit, ist aber heute Schottlands kulturelles Kraftzentrum, berühmt für seine Architektur, Kunstszene und die unglaublich freundlichen Einheimischen.

  • Kelvingrove Art Gallery und Museum: Ein beeindruckendes viktorianisches Gebäude, das alles von Dinosaurierskeletten bis zu Salvador Dalís Meisterwerk “Christus des heiligen Johannes vom Kreuz” beherbergt. (Eintritt frei).
  • Das West End: Spazieren Sie durch den wunderschönen Campus der University of Glasgow (der stark an Hogwarts erinnert) und trinken Sie etwas in der kopfsteingepflasterten Ashton Lane.
  • Live-Musik: Glasgow ist UNESCO-Stadt der Musik. Beenden Sie Ihre Reise mit einem Konzert im King Tut’s Wah Wah Hut, dem schwitzigen Kellerclub mit 300 Plätzen, in dem Oasis berühmt entdeckt wurde.

Fahrtipps für 2026

  • Einspurige Straßen (Single Track Roads): Große Teile von Skye und der NC500 bestehen aus einer Fahrspur für Gegenverkehr. Sie müssen die ausgewiesenen “Passing Places” nutzen, um entgegenkommende Autos vorbei zu lassen oder schnellere Einheimische überholen zu lassen. NIEMALS in einem Passing Place parken, um Fotos zu machen. Das ist illegal und bringt die Einheimischen, die dort tatsächlich leben und arbeiten, zur Weißglut.
  • Schafe: Sie beherrschen die Straße in den Highlands. Wenn sie auf dem Asphalt schlafen, warten Sie. Hupen Sie nicht; warten Sie einfach, bis sie sich bewegen.
  • Benzin: Tankstellen sind im abgelegenen Norden und Westen rar gesät. Wenn Ihr Tank halb leer ist, tanken Sie bei der nächstbesten Gelegenheit.

Das schottische Wetter meistern

Es gibt ein bekanntes lokales Sprichwort: “Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung.” Das schottische Wetter ist berüchtigt wechselhaft; man kann strahlenden Sonnenschein, Hagel und sintflutartigen Regen innerhalb einer 20-minütigen Wanderung erleben.

  • Gnitzen/Midges (nur im Sommer): Von Juni bis August werden die Highlands von Midges geplagt – winzigen, in Schwärmen auftretenden Stechinsekten, die in feuchten, windstillen Bedingungen gedeihen. Kaufen Sie ein lokales Abwehrmittel namens “Smidge”, sobald Sie ankommen. Normales Mückenmittel wie DEET wirkt bei ihnen nicht. Ein Kopfnetz wird ebenfalls dringend empfohlen, wenn Sie ausgiebig zelten oder wandern möchten.
  • Alles wasserdicht machen: Eine leichte Windjacke wird Sie in Schottland im Stich lassen. Sie brauchen eine ordentlich versiegelte, Gore-Tex (oder vergleichbare) wasserdichte Außenjacke. Wenn Sie Wanderungen wie den Quiraing oder den Storr machen, sind wasserdichte Wanderschuhe Pflicht; der Boden in den Highlands ist im Grunde ein einziger, riesiger, durchnässter Torfmoor.
  • Umarmen Sie das Grau: Schottland sieht tatsächlich besser aus, wenn das Wetter schlecht ist. Der Nebel, der über die gezackten schwarzen Gipfel der Cuillins auf Skye rollt, ist weitaus atmosphärischer und unvergesslicher als ein langweiliger blauer Himmel. Ziehen Sie Ihre Regenkleidung an und gehen Sie raus, egal wie die Vorhersage lautet.

Kostenaufstellung (10 Tage, pro Person bei geteilten Kosten)

Schottland, insbesondere die Highlands im Sommer, ist kein Budget-Reiseziel. Hier ist eine realistische Schätzung für eine Reise mit moderatem Komfort:

  • Unterkunft: 120 £/Nacht (Eine Mischung aus Airbnbs, B&Bs und Mittelklasse-Hotels) = 600 £ p.P.
  • Mietwagen: 50 £/Tag (Automatikgetriebe kostet mehr als Schaltung) = 250 £ p.P.
  • Benzin: Kraftstoff ist im Vereinigten Königreich stark besteuert und in abgelegenen Highland-Tankstellen noch teurer. Rechnen Sie mit ~250 £ insgesamt = 125 £ p.P.
  • Verpflegung: 50 £/Tag (Pub-Abendessen, Lunchpakete und ein paar Bier) = 500 £ p.P.
  • Aktivitäten: 100 £ insgesamt (Destillerie-Touren, Burgen) = 100 £ p.P.
  • Gesamt: ~1.575 £ (ca. 2.000 $ USD) pro Person für 10 Tage, ohne Flüge.