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Die ultimative Island-Ringstraßen-Route: 7 Tage Feuer & Eis - Reiseblog

Die ultimative Island-Ringstraßen-Route: 7 Tage Feuer & Eis - Reiseblog

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Written by Travel Guide Team

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Last updated: 2026-12-31

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Die ultimative Island-Ringstraßen-Route: 7 Tage Feuer & Eis - Reiseblog

Island fühlt sich an wie ein anderer Planet. Die Ringstraße (Route 1) gilt weithin als einer der besten Roadtrips der Welt. Sie ist zugänglich, (größtenteils) asphaltiert und unglaublich malerisch.

Diese 7-Tage-Route verläuft gegen den Uhrzeigersinn von Reykjavik aus, was die beliebteste Variante ist, da man zuerst die großen Wasserfälle erreicht.

Budget-Warnung

Island ist teuer. Planen Sie mindestens 150 $ pro Tag allein für Essen und Benzin ein. Um Geld zu sparen, kaufen Sie bei Bonus ein (der Supermarkt mit dem rosa Schweinelogo) und kochen Sie Ihre eigenen Mahlzeiten.

Tag 1: Der Golden Circle & die Südküste

Fahrzeit: 3,5 Stunden.

  • Thingvellir Nationalpark: Wandern Sie zwischen den tektonischen Platten von Nordamerika und Europa.
  • Geysir: Beobachten Sie, wie der Strokkur alle 6-10 Minuten ausbricht. Er schießt 30 Meter hoch.
  • Gullfoss: Der gewaltige “goldene Wasserfall”.
  • Seljalandsfoss: Der Wasserfall, hinter dem man hergehen kann. Bringen Sie eine Regenjacke mit; Sie werden nass werden.
  • Unterkunft: In der Nähe von Skógar oder Vík.

Tag 2: Wasserfälle & schwarze Sandstrände

Fahrzeit: 2,5 Stunden.

  • Skógafoss: Ein perfekter Vorhang aus Wasser. Steigen Sie die 500 Stufen nach oben für die Aussicht.
  • Reynisfjara Beach: Der berühmte schwarze Sandstrand mit Basaltsäulen. WARNUNG: Kehren Sie dem Meer hier niemals den Rücken zu. “Sneaker Waves” (Riesenwellen) sind tödlich und ziehen jedes Jahr Menschen ins Meer.
  • Fjaðrárgljúfur Canyon: (Justin Bieber hat hier ein Video gedreht). Ein dramatischer, moosbewachsener Canyon.
  • Unterkunft: In der Nähe von Kirkjubæjarklaustur.

Tag 3: Gletscher & Diamanten

Fahrzeit: 3 Stunden.

  • Skaftafell: Wandern Sie zum Svartifoss (dem Wasserfall mit den Basaltsäulen).
  • Jökulsárlón Gletscherlagune: Riesige blaue Eisberge, die in einer Lagune treiben. Vielleicht sehen Sie Robben.
  • Diamond Beach: Ganz in der Nähe werden die Eisberge am schwarzen Sand angespült und glitzern wie Diamanten. Unverzichtbar.
  • Unterkunft: Höfn (bestellen Sie Kaisergranat, er ist hier berühmt).

Tag 4: Die Ostfjorde

Fahrzeit: 3,5 Stunden.

Dies ist der Tag für malerisches Fahren. Die Straße windet sich in die Fjorde hinein und wieder heraus.

  • Vestrahorn (Stokksnes): Ein zerklüfteter Berg, der aus den schwarzen Sanddünen aufragt. Ein Traum für jeden Fotografen.
  • Seydisfjordur: Besuchen Sie die Stadt mit der Regenbogenstraße, die zur blauen Kirche führt.
  • Unterkunft: Egilsstaðir.

Tag 5: Mývatn-See & geothermische Gebiete

Fahrzeit: 2,5 Stunden.

Sie befinden sich jetzt im Norden. Es sieht aus wie auf dem Mars.

  • Dettifoss: Der mächtigste Wasserfall Europas. Er ist erschreckend laut.
  • Hverir: Ein Geothermalgebiet mit blubbernden Schlammtöpfen und dampfenden Fumarolen. Es riecht nach Schwefel (faule Eier).
  • Mývatn Nature Baths: Die “Blaue Lagune des Nordens”. Günstiger, ruhiger und genauso blau.
  • Unterkunft: In der Nähe des Mývatn-Sees.

Tag 6: Walbeobachtung & die Hauptstadt des Nordens

Fahrzeit: 2 Stunden.

  • Goðafoss: Der “Wasserfall der Götter”.
  • Húsavík: Die Hauptstadt der Walbeobachtung in Europa. Im Sommer haben Sie eine 99%ige Chance, Buckelwale zu sehen.
  • Akureyri: Islands zweitgrößte Stadt. Sie hat Ampeln in Herzform.
  • Unterkunft: Akureyri oder Varmahlíð.

Tag 7: Snæfellsnes-Halbinsel (der Umweg) ODER direkt nach Reykjavik

Fahrzeit: 4 - 5 Stunden.

Wenn Sie Zeit haben, machen Sie einen Umweg zur Snæfellsnes-Halbinsel (Berg Kirkjufell). Wenn Sie müde sind, fahren Sie direkt zurück nach Reykjavik.

  • Kirkjufell: Der “Pfeilkopf-Berg” aus Game of Thrones.
  • Abschluss: Rückkehr nach Reykjavik. Gönnen Sie sich einen feierlichen Hotdog bei Bæjarins Beztu Pylsur (Bill Clinton hat dort gegessen).

Fahr-Tipps für 2026

  • Der Wind: Der Wind in Island kann Autotüren aus den Angeln reißen. Öffnen Sie Türen nur langsam und halten Sie sie gut fest.
  • F-Straßen: Sie dürfen F-Straßen (Hochlandstraßen) nur befahren, wenn Sie einen Allradwagen (4x4) haben. Die Ringstraße ist im Sommer für Kleinwagen problemlos machbar.
  • Tanken: Viele Tankstellen sind unbesetzt. Sie benötigen eine Karte mit PIN-Code, um sie zu benutzen.
  • Tempolimit: Es beträgt 90 km/h. Fahren Sie nicht zu schnell. Die Bußgelder sind astronomisch.

Reisezeit

  • Sommer (Jun-Aug): Mitternachtssonne (24 Stunden Licht). Zugang zu allen Straßen. Papageientaucher. Überfüllt.
  • Nebensaison (Mai/Sep): Günstiger, ordentliches Wetter, Chance auf Nordlichter Ende September.
  • Winter (Okt-Apr): Nordlichter, Eishöhlen. Aber das Fahren kann gefährlich sein, und die Tage sind kurz (4-5 Stunden Licht).

Isländische Küche: Von köstlich bis furchteinflößend

Historisch war isländisches Essen reine Überlebensstrategie für die brutalen, dunklen Winter. Heute reicht es von wohliger Meeresküche bis hin zu wirklich herausfordernden Wikinger-Konservierungsmethoden:

  • Pylsur (Der Hotdog): Das Nationalgericht. Im Gegensatz zu US-Hotdogs werden diese hauptsächlich aus freilaufendem, grasgefüttertem isländischem Lamm gemacht. Bestellen Sie immer “eina með öllu” (einen mit allem) – mit süßem braunem Senf, Ketchup, rohen Zwiebeln, knusprigen Röstzwiebeln und einer Remoulade.
  • Skyr: Technisch ein weicher Sauermilchkäse, wird aber genau wie Joghurt gegessen. Unglaublich dick, proteinreich und praktisch fettfrei. Günstig und das perfekte Roadtrip-Frühstück.
  • Plokkfiskur: Ein zutiefst wohliger, dicker Fischeintopf aus zerstampftem Fisch, Kartoffeln und Zwiebeln in cremiger Béchamelsauce. Am besten nach einer eisigen Wanderung mit dichtem, süßem Vulkanroggenbrot (Rúgbrauð) verzehrt.
  • Hákarl (Fermentierter Hai): Die berüchtigte Wikinger-Herausforderung. Haifleisch wird monatelang vergraben und fermentiert. Es riecht überwältigend nach Ammoniak und schmeckt stark nach scharfem Blauschimmelkäse. Probieren Sie einen winzigen Würfel und spülen Sie sofort mit einem Schuss Brennivín (einem starken isländischen Aquavit, bekannt als “Schwarzer Tod”) nach.

Das ultimative Schichtsystem: Was einpacken

Das lokale Sprichwort stimmt: “Es gibt kein schlechtes Wetter in Island, nur schlechte Kleidung.” Schichten sind nicht optional, sondern überlebenswichtig.

  • Basisschicht: Thermounterwäsche aus 100% Merinowolle. Tragen Sie niemals Baumwolle direkt auf der Haut – wenn Sie nass werden, verliert Baumwolle alle isolierenden Eigenschaften und Sie beginnen zu frieren.
  • Mittelschicht: Eine dicke Fleece-Jacke plus eine packbare Daunenjacke.
  • Außenschicht: Eine robuste, 100% wasserdichte und winddichte Jacke (wie Gore-Tex). “Wasserabweisend” ist hier völlig nutzlos. Sie brauchen auch wasserdichte Überhosen für die Gischt der Wasserfälle.
  • Schuhwerk: Investieren Sie in stabile, dickbesohlte, wasserdichte Wanderstiefel. Normale Laufschuhe lassen Sie auf nassen Felsen ausrutschen und sorgen für nasse, taube Zehen innerhalb der ersten Stunde außerhalb des Autos.

Häufig gestellte Fragen

Wie teuer ist Island wirklich? Ein Budget-Reisender im Campervan, der bei Bonus einkauft und selbst kocht, kann mit ca. 100-120 $ pro Tag auskommen (exklusive Fahrzeugmiete). Restaurants sind extrem teuer – ein einfaches Abendessen kostet leicht 40-60 $ pro Person.

Brauche ich einen Allradwagen? Für die Ringstraße im Sommer reicht ein normaler Mietwagen völlig aus. Für F-Straßen, Winterfahrten oder die Westfjorde ist ein 4x4 Pflicht. Im Winter ist ein Allradwagen generell empfehlenswert.